Grundlagen
Maronen im Backofen rösten: kreuzweise eingeritzt, mit einer Schale Wasser im Ofen, warm geschält

Maronen sind eine Unterart der Esskastanie: etwas größer, eher rund und besonders aromatisch. Ihre Saison geht von September bis Januar. Geröstet werden sie im Backofen oder in der Pfanne. Die Angaben folgen dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Einkaufen und aufheben
Pralle, glänzende Früchte nehmen. Wurmstichige, muffige oder schimmelige Maronen aussortieren, Löcher in der Schale können auf Schädlinge hinweisen. Klingt eine Marone hohl, ist der Kern meist vertrocknet.
Bei Zimmertemperatur trocknen frische Maronen schnell aus. Im Kühlschrank halten sie in einem Beutel mit Luftlöchern bis zu zwei Wochen.
Einritzen
Die spitzen Enden mit einer Schere abschneiden. Dann die Schale mit einem scharfen Küchenmesser kreuzweise einritzen, bis zum Fruchtfleisch.
Der Schnitt ist nötig: Ohne ihn können die Maronen im Ofen platzen. Außerdem lassen sie sich danach leichter schälen.
Im Backofen rösten
Die Maronen auf einem Backblech verteilen. Eine feuerfeste Schale mit Wasser kommt mit in den Ofen, damit die Früchte nicht austrocknen.
Das BZfE nennt 20 bis 30 Minuten bei 175 bis 200 Grad, in einer zweiten Meldung 15 bis 20 Minuten bei 180 Grad. Darum ab 15 Minuten nachsehen. Wie in der Pfanne sind sie fertig, wenn die Einschnitte aufgesprungen sind und die Schale dunkler geworden ist.
In der Pfanne
Kleine Mengen gehen auch in einer gusseisernen Pfanne, ohne Öl und mit geschlossenem Deckel. Auch hier sind sie fertig, wenn die Einschnitte aufspringen und die Schale dunkler wird.
Schälen
Am besten warm schälen, dann löst sich auch die bittere Samenhaut unter der Schale leichter. Ist eine Marone innen dunkel, schimmelig oder riecht sie muffig, nicht essen. Die Maronen kommen heiß aus dem Ofen: Ein Küchentuch schützt die Finger.
Weiter verwenden
Geschälte Maronen kurz in Butter oder Rapsöl schwenken und mit Rosmarin, Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Sie passen zu Lauch, Staudensellerie, Pilzen und zu Rosenkohl aus dem Ofen. Süß werden sie mit Butter, Zucker, Zimt und etwas Orangenschale karamellisiert.
Esskastanie oder Rosskastanie
Wer selbst sammelt, erkennt die Bäume an den Blättern: Die Esskastanie hat lanzettliche, grob gezähnte Blätter, die ungenießbare Rosskastanie handförmige.